Das Kind sitzt in leichter Hüft- und Kniegelenkbeugung auf dem anatomisch geformten, nach vorn und hinten gesicherten Sitz. Dieser ist stufenlos höhenverstellbar.
Die Sitzhöhe wird ermittelt, wenn sich das Kind auf dem Reitsitz befindet. Eine korrekte Höheneinstellung ist von hoher funktioneller Bedeutung, um therapeutische Effekte zu erzielen und das Kind zu aktivieren. Beim Spiel am Tisch beginnt es, unbewusst zwischen Sitz und Stand zu wechseln. Hierbei bleiben trotz Fußfixierungen die notwendigen Vor- und Rückwärtsbewegungen der Unterschenkel erhalten. Eine aktive Rumpfrotation ist möglich. Die bei vielen Kindern vorhandene Fehlrotation des Beckens und die seitenbetonte Orientierung des Rumpfes können durch verschieben der entsprechenden Fußschale nach vorn oder hinten korrigierend beeinflusst werden. Entsprechend der Behinderung empfiehlt es sich, bei einigen Kindern zunächst die Füße an einer Stelle zu fixieren, um dann dosiert nach und nach mehr Bewegung zuzulassen.
Die korrekt eingestellte Sitzhöhe muss weiterhin ermöglichen, dass sich das Kind bei leichter seitlicher Rumpfneigung wieder aktiv aufrichten kann. Kann es das nicht, ist der Sitz zu niedrig eingestellt.
Neben der Höheneinstellung kann der Sitz in der Neigung verstellt werden, um eine Beckenkorrektur zu erzielen und somit auf eine Lordose oder Kyphose der Wirbelsäule korrigierend zu wirken. Bei individuellem Bedarf ist der Anbau von höheren Rückenlehnen durch den Orthopädietechniker möglich. Hierduch sollten jedoch nicht die aktiven Funktionen des Reitsitzes, wie Wechsel zwischen Sitz und Stand, sowie eine mögliche Rumpfrotation verloren gehen.
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