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Schrägrollbrett
Reitsitz
Sitzmaus
Erzgebirgstisch
Stockgummi
Reitsitz (patentrechtlich geschützt)
 

Der Reitsitz ist ein aktives Hilfsmittel zum Training der Vertikalisierung geh- und stehbehinderter Kinder mit Cerebralparesen, Querschnittslähmungen und anderen Krankheitsbildern.

Bisher angewendete Hilfsmittel wie Stehständer, Schrägliegebretter und Spezialstühle lagern die Kinder stark fixiert und passiv. Aktive Aufrichtung an Hilfsmitteln war bisher nicht möglich und nur in der Therapiezeit übbar.

Der Reitsitz schließt diese Lücke in der Reihe der Aufrichtungshilfen. Er lagert das Kind in einer korrigierten, bei cerebral-geschädigten Kindern reflexgehemmten, aber nicht fixierten Haltung und motiviert zur Bewegung. Er gibt Streckimpulse und bahnt aktive physiologische Bewegungsmuster an.

Voraussetzung für die erfolgreiche Anwendung des Reitsitzes ist eine ausreichende Kopfkontrolle. Obwohl nur die Füße fixiert sind, erreichen auch Kinder mit schlechter Rumpfstabilität auf dem Reitsitz eine gute Körperkontrolle.

  Der Reitsitz bahnt physiologische Bewegungsmuster anDer Reitsitz für stehbehinderte Kinder Der Reitsitz für stehbehinderte Kinder

 

  Größen
 

Der Reitsitz ist in drei Größen erhältlich. Zu messen ist die Schrittlänge (Bein-Innenlänge).

Größe Schrittlänge   Größe Schrittlänge
G I, klein
30 – 41 cm
G I, hoch
38 – 51 cm
G II, mittel
39 – 52 cm
G II, hoch
48 – 67 cm
G III, groß
48 – 67 cm
G III, hoch
54 – 81 cm

Maßanfertigungen für sehr große, schlanke Kinder sind möglich.

  Wie funktioniert der Reitsitz?
 

Das Kind sitzt in leichter Hüft- und Kniegelenkbeugung auf dem anatomisch geformten, nach vorn und hinten gesicherten Sitz. Dieser ist stufenlos höhenverstellbar.

Die Sitzhöhe wird ermittelt, wenn sich das Kind auf dem Reitsitz befindet. Eine korrekte Höheneinstellung ist von hoher funktioneller Bedeutung, um therapeutische Effekte zu erzielen und das Kind zu aktivieren. Beim Spiel am Tisch beginnt es, unbewusst zwischen Sitz und Stand zu wechseln. Hierbei bleiben trotz Fußfixierungen die notwendigen Vor- und Rückwärtsbewegungen der Unterschenkel erhalten. Eine aktive Rumpfrotation ist möglich. Die bei vielen Kindern vorhandene Fehlrotation des Beckens und die seitenbetonte Orientierung des Rumpfes können durch verschieben der entsprechenden Fußschale nach vorn oder hinten korrigierend beeinflusst werden. Entsprechend der Behinderung empfiehlt es sich, bei einigen Kindern zunächst die Füße an einer Stelle zu fixieren, um dann dosiert nach und nach mehr Bewegung zuzulassen.

Die korrekt eingestellte Sitzhöhe muss weiterhin ermöglichen, dass sich das Kind bei leichter seitlicher Rumpfneigung wieder aktiv aufrichten kann. Kann es das nicht, ist der Sitz zu niedrig eingestellt.

Neben der Höheneinstellung kann der Sitz in der Neigung verstellt werden, um eine Beckenkorrektur zu erzielen und somit auf eine Lordose oder Kyphose der Wirbelsäule korrigierend zu wirken. Bei individuellem Bedarf ist der Anbau von höheren Rückenlehnen durch den Orthopädietechniker möglich. Hierduch sollten jedoch nicht die aktiven Funktionen des Reitsitzes, wie Wechsel zwischen Sitz und Stand, sowie eine mögliche Rumpfrotation verloren gehen.
 

  Tischvarianten
  · Therapietisch als Anstecktisch für Größe I
 
  TE Gas Standard
 

· Therapietisch „Ergebirge“, mit Gasdruckfeder verstellbar
· Höhenverstellbarkeit von 56 – 98 cm
· Neigbarkeit der Tischplatte: 0 – 45 Grad
· Sonderhöhen auf Anfrage
 

  TE Gas mini
  · Therapietisch „Ergebirge“, mit Gasdruckfeder verstellbar
· Höhenverstellbarkeit von 40 – 83 cm
· Neigbarkeit der Tischplatte: 0 – 45 Grad
· Sonderhöhen auf Anfrage
 
  Zubehör für Erzgebirgstisch
 

· Ansteckteil mit Körperausschnitt
· Haltegriff, verstellbar

Die Tischplatte ist 80 cm breit und 60 cm tief.
 

  siehe Erzgebirgstisch >>>
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